„Wir wollen einen Podcast machen" – doch für wen eigentlich? Für Kunden, Partner und die Öffentlichkeit? Oder für die eigenen Mitarbeitenden? Diese Frage ist entscheidend, denn je nach Zielgruppe unterscheiden sich Inhalt, Produktion, Distribution und Zielsetzung erheblich.
Die drei Grundtypen im Überblick
Corporate Podcast
Für Kunden, Partner & Öffentlichkeit. Ziel: Thought Leadership, Leads, Markenaufbau. Verbreitung auf Spotify, Apple, YouTube.
Interner Podcast
Nur für Mitarbeitende. Ziel: Kommunikation, Schulung, Onboarding. Verbreitung über Intranet oder geschlossene Plattform.
Employer Branding
Mitarbeitende + externe Zielgruppen. Ziel: Unternehmenskultur sichtbar machen. Öffentlich + intern kombiniert.
Der externe Corporate Podcast: Sichtbarkeit und Neukundengewinnung
Der externe Corporate Podcast – auch Branded Podcast genannt – richtet sich an potenzielle Kunden, Geschäftspartner oder die interessierte Fachöffentlichkeit. Er verfolgt strategische Marketingziele.
Typische Einsatzbereiche
Thought Leadership: Das Unternehmen positioniert sich als Experte in seiner Branche. Leadgenerierung: Interessenten werden durch wertvolle Inhalte vorqualifiziert. SEO-Traffic: Transkripte und Shownotes liefern dauerhaften organischen Websitebesuch.
Laut B2B Trust Barometer 2025 stufen 73 % der Entscheider Unternehmen mit eigenem Podcast als kompetenter und vertrauenswürdiger ein.
Besonders geeignet für B2B-Unternehmen mit erklärungsbedürftigen Produkten, für Beratungsunternehmen, Agenturen, Kanzleien und Technologieanbieter – alle, die durch Fachwissen überzeugen wollen.
Der interne Podcast: Kommunikation, Schulung und Mitarbeiterbindung
Der interne Podcast richtet sich ausschließlich an die eigenen Mitarbeitenden und wird über das Intranet oder geschlossene Plattformen verbreitet. Er ist ein modernes Werkzeug der internen Unternehmenskommunikation.
Typische Einsatzbereiche
CEO-Updates & News: Führungskräfte kommunizieren authentisch und direkt. Onboarding: Neue Mitarbeitende werden mit dem Unternehmen vertraut gemacht. Schulung: Wissen wird flexibel und ortsunabhängig vermittelt. Standortübergreifend: Mitarbeitende an verschiedenen Standorten bleiben verbunden.
Tipp für KMUs: Wer noch unsicher ist, ob ein öffentlicher Podcast der richtige Schritt ist, kann mit einem internen Format beginnen – als Testlauf, um Inhalte auszuprobieren, bevor man nach außen geht.
Der hybride Podcast: Employer Branding nach innen und außen
Der hybride Podcast verbindet beide Welten: Er ist öffentlich zugänglich und spricht gleichzeitig potenzielle neue Mitarbeitende als auch die bestehende Belegschaft an. Themen sind oft Unternehmenskultur, Karrieregeschichten oder Einblicke hinter die Kulissen.
Welches Aufnahmeformat passt zu welchem Ziel?
Unabhängig vom Typ stellt sich die Frage nach dem Aufbau der einzelnen Episode:
Interview (25–45 Min.): Thought Leadership, Storytelling, externe Gäste – leicht produzierbar, Completion Rate ca. 61 %. Solo-Monolog (5–15 Min.): Direkt, authentisch, ideal für CEO-Updates. Educational Format (18–25 Min.): Wissensvermittlung mit der höchsten Completion Rate von ca. 73 %. Storytelling-Serie (30–50 Min.): 41 % höhere Completion Rate als rein informative Formate.
Entscheidungshilfe: Welches Format ist das richtige für Sie?
Drei Fragen – eine klare Antwort
Fazit: Das Format folgt dem Ziel
Es gibt kein universell „richtiges" Podcast-Format – es gibt nur das Format, das zu Ihren Zielen, Ihrer Zielgruppe und Ihren Ressourcen passt. Gemeinsam erarbeiten wir das Konzept, das zu Ihrem Unternehmen passt – und setzen es dann professionell um.
Quellen: Podstars by OMR; Brixon Group (2025): Content Experience Study; B2B Trust Barometer 2025